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Lebensraum Autobahn

Schon um 8:30 Uhr, also vor dem großen Ansturm zum „Still-Leben“ auf der A40 trafen sich am 18. Juli rund 70 Fachleute in 10 Abschnitten, um die Gunst des Tages zu nutzen und die natürliche Artenvielfalt an diesem nicht ganz so natürlichen und sonst unzugänglichen Ort zu erfassen.

In Bochum lagen drei Abschnitte, auf denen sich auch Aktive des NABU-Stadtverbandes an der Arteninventur beteiligten. So fand sich früh morgens ein Kreis von 20 gut gelaunten Naturfreunden auf einem Parkplatz in der Nähe der Auffahrt Harpen ein. Um dann tatsächlich auch von den THW-Ordnern vor dem offiziellen Start auf die Autobahn gelassen zu werden, bekamen alle Beteiligten von Koordinator Armin Jagel noch einen „Partner-Ausweis“ und los ging es.

Besonders die Botaniker kamen an diesem Tag auf ihre Kosten: Zu den bemerkenswerten Funden gehören Salzpflanzen genauso wie einige aus fremden Ländern eingewanderte Arten, die längs der Autobahn oder auf dem Mittelstreifen gute Standortbedingungen und Verbreitungswege finden.

Bei den Vogelarten gab es um diese Jahres- und Uhrzeit erwartungsgemäß keine großen Seltenheiten zu sehen. Der NABU Hattingen konnte mit den Spektiven seiner „A40-Vogelwarte“ den interessierten Menschen auf der Piste zumindest den Wanderfalken zeigen.

Die Bilanz am Ende des Tages: Die Einzelgruppen haben jeweils rund 200 Arten erfasst, über die ganze Strecke von rund 60 Kilometern waren es insgesamt über 400 Pflanzen- und Tierarten unmittelbar auf und an der A40. Die hohen Erwartungen der Wissenschaftler und Fachleute wurden also tatsächlich erfüllt.

Weitere Impressionen gibt es auch auf der Homepage des Bochumer Botanischen Vereins: http://www.botanik-bochum.de