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Ernte auf der Obstwiese

Am Dienstagabend (18.09.2018) trafen wir uns zur Ernte auf der Obstwiese. Diesmal standen Birnen auf dem Programm.

Nachdem im Jahr 2017 viele Obstblüten bei Spätfrösten erfroren sind, ist 2018 ein Superjahr für Äpfel und Birnen. Die Presse meldet, dass die deutschen Obstbaubetriebe ein Plus von 17 % über dem 10-Jahres-Durchschnitt erwarten. Nicht jeder Landwirt hat also in diesem Jahr Verluste eingefahren. Wir haben schon jetzt über 1 t Birnen geerntet und etwa 2,5 t Äpfel. Dabei sind auf unserer über hundert Jahre alten Obstwiese einige Bäume so hoch, dass wir gar nicht überall dran rankommen.

Heruntergefalle Birnen haben wir besser liegen lassen, sie faulen sehr schnell. Und es gibt bei uns neben den Vögeln auch reichlich Insekten, die sich an Ihnen vergnügen, wie z. B. Gewöhnliche und Deutsche Wespen, Feldwespen, Hornissen sowie Ameisen und Fruchtfliegen. Ein typischer Schmetterling von Obstwiesen ist das Waldbrettspiel, das in Bochum nicht mehr so häufig zu beobachten ist. Der Schmetterling ernährt sich weniger von Blütennektar, sondern saugt an Baumsäften und reifem Obst

Nach der Arbeit also traf sich ein von Mathias zusammengetrommeltes Grüppchen aus etwa zehn eifrigen Personen und erntete mit Leiter und Obstpflücker. Es gibt ganz verschiedene Birnensorten auf der Wiese, die Mathias über die Jahre hat bestimmen lassen. Einige sind schon überreif, während andere noch ein bisschen brauchen. Der Geschmack ist ganz unterschiedlich und nicht die Bestaussehenden sind unbedingt die Leckersten. Schnell wurde ein ganzer Anhänger vollgemacht, neugierig beobachtet von den Schafen. Die Ernte erfolgt wegen des warmen Sommers früher als sonst, aber auch im Oktober gibt es noch einiges zu ernten.