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NaturBar will unverpacktes Einkaufen erleichtern

Wir von NaturBar sind ein Team aus mittlerweile sieben Studenten an der Ruhr-Universität Bochum und möchten unverpacktes Einkaufen für jeden ermöglichen. Man kennt ja bereits die Unverpackt-Läden, in denen verpackungsfrei eingekauft werden kann und wir finden dieses ganze Konzept von „Zero-Waste“ absolut großartig. Die Müll-Vermeidung von Anfang an ist ein Konzept, welches leicht nachvollziehbar ist, vor allem, weil der Mensch mit der Eigenverantwortung in den Mittelpunkt gerückt wird und man nicht mehr den großen Konzernen die Schuld zuschieben kann. Jeder ist mitverantwortlich, dass wird vor allem beim alltäglichen Einkauf sehr deutlich.

Aber wir merken auch, dass es nicht für jeden etwas ist und vor allem, dass es letztlich doch sehr schwer in den Alltag einzubinden ist. Gerade als Studenten mit wenig Geld und wenig Zeit hat man dann vielleicht doch keine Lust, extra in den Unverpackt-Laden zu radeln, um sich Nudeln und Reis zu holen. Deshalb wollen wir die Unverpackt-Idee in bereits bestehende Bio-Supermärkte bringen. Dahinter steckt ein ganzes Konzept, welches es ermöglicht, unverpackt Trockenprodukte anzubieten und Beutel bereitzustellen, welche nachhaltig und durchsichtig sind, damit an der Kasse direkt erkannt werden kann, was in dem Beutel enthalten ist. Das dient der Schnelligkeit des Einkaufs und wir gehen fest davon aus, dass wir so nochmal eine ganz andere Kundschaft erreichen können.

Die Idee entstand vor anderthalb Jahren als Projekt von dem Verein Enactus RUB e.V.. Von Anfang an stand die Idee im Mittelpunkt, das Unverpackt-Einkaufen für jeden möglich zu machen. Enactus hat uns geholfen, die richtigen Ansprechpartner zu finden und sie stellten uns Mittel und Business-Advisor bereit, um erste Modelle von den Beuteln herzustellen. Auch kam durch Enactus nochmal ein ganz anderer Nachhaltigkeitsgedanke, der das Projekt nach vorne brachte: Der sozial-nachhaltige Aspekt. Unsere Beutel werden nämlich in Behindertenwerkstätten regional in Waltrop hergestellt. Damit hat es neben dem ökologisch nachhaltigen Aspekt, auch einen sozialen nachhaltigen Schwerpunkt.

Ebenso entstand das Projekt aus einem rein ehrenamtlichen Gedanken: Wir helfen der Umwelt und der Gesellschaft, dafür bekommen wir das Wissen und die Kontakte, welche von Nöten sind um später mal ein eigenes Unternehmen gründen zu können.

Schließlich stehen wir aber auch für ein Umdenken, welches bei den Menschen stattfinden muss. Deutschland ist zwar im Vergleich zu anderen Ländern etwas progressiver, was den Umweltschutz betrifft, und doch haben wir unsere Klimaziele seit dem G20-Gipfel dieses Jahr noch nicht erreicht. Immer noch schauen die meisten Deutschen lieber auf den niedrigen Preis, als sich stattdessen für die Qualität der Produkte im Supermarkt zu interessieren.

Im Sinne der Zero-Waste-Bewegung: Lasst uns lieber gemeinsam auf das Wesentliche fokussieren und unsere Energie in eine bessere Zukunft investieren.