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Ausstieg aus der Braunkohle kommt viel zu spät

NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger: Einigung zur Umsetzung des Kohlekompromisses reicht nicht, um Klimaziele zu erreichen.

Garzweiler, 15. August 2015, Foto: Ende Gelände auf flickr

In der Nacht auf den letzten Donnerstag haben sich Bund und Länder auf einen Pfad zum Kohleausstieg als Umsetzung des Kohlekompromisses geeinigt. NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger kommentiert:

„Der nun vereinbarte Ausstiegspfad für die Abschaltung der Kohlekraftwerke reicht vorne und hinten nicht, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen. Er entspricht noch nicht einmal dem im letzten Jahr ausgehandelten Kohlekompromiss. Zwar sollen in den kommenden beiden Jahren die ersten Kraftwerke abgeschaltet werden, allerdings wird mit Datteln auch noch ein neues Kraftwerk ans Netz gehen. Auch von einem stetigen Ausstieg – wie im Kohlekompromiss vereinbart – kann keine Rede sein. Insbesondere der viel zu späte Ausstieg aus der Braunkohle wird das verbleibende CO2-Budget schmerzlich verringern. Wie der gleichzeitig dringend notwendige Ausbau der erneuerbaren Energien mit den aktuell diskutierten Abstandregeln zu Windenergieanlagen realisiert werden soll, steht in den Sternen. Energie- und klimapolitisch bleibt diese Bundesregierung immer noch weit hinter dem Notwendigen zurück.“