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Am 20. Mai ist Weltbienentag

Die Bedeutung von Bienen als Bestäuber für Biodiversität und Ernährungssicherheit ist elementar für die Menschheit. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat den 20. Mai als World Bee Day ausgerufen. Damit unterstreicht die Weltgemeinschaft auch die Erkenntnis über den Rückgang der weltweiten Bienenpopulation und den dringenden Schutz der Bienen.

Foto: NABU / Eric Neuling

Das Münchener Umweltinstitut schreibt dazu: „Unsere Lebensmittelerzeugung steckt in einer Sackgasse: Die industrielle Landwirtschaft ist abhängig vom globalen Markt und beutet ohne Rücksicht auf Verluste Mensch, Tier und Umwelt aus. Auch die Existenz der Bäuerinnen und Bauern ist durch die industrielle Landwirtschaft bedroht: Durchschnittlich alle drei Minuten musste in den letzten zehn Jahren ein landwirtschaftlicher Betrieb in Europa aufgeben. Nach dem Motto Wachsen oder Weichen konzentriert sich immer mehr Fläche auf immer weniger Betriebe, die immer höhere Erträge erwirtschaften müssen. Die Politik hat diese Entwicklung subventioniert und Regeln, Handelsabkommen und Forschung darauf ausgerichtet.“

Aber es geht auch anders, eine andere Landwirtschaft ist möglich.

Das Bündnis der Europäischen Bürgerinitiative “Bienen und Bauern retten!” ist ein Netzwerk von über hundert Umweltschutz-Initiaten. Es will eine Million Unterschriften sammeln, damit Europäische Kommission und Europäisches Parlament sich damit auseinandersetzen müssen. Das Bündnis fordert: „Eine Landwirtschaft ohne giftige Chemikalien, die auf biodiversitäts- und klimafreundliche Anbaumethoden setzt und die Ernährung der Menschen nicht nur heute, sondern auch in Zukunft sicherstellen kann. Eine Landwirtschaft, die die unschätzbare Vielfalt an Naturräumen, bäuerlichen Traditionen und Erzeugnissen in Europa bewahrt und bereichert.“

Mehr dazu im Flyer der Initiative. Hintergrund­informationen zum dramatischen Rückgang der Fluginsekten beim NABU: Weniger Bienen, Fliegen, Schmetterlinge.