NABU Bochum » Terminhinweis: Brauchen wir ein Ökozid-Gesetz?

Terminhinweis: Brauchen wir ein Ökozid-Gesetz?

Ökozid stammt von altgr. Oikos und lat. Cidere und steht für den Mord an unserem gemeinsamen Haus. Bereits 1972 schlug Olof Palme, schwedischer Premierminister, vor diesen als Verbrechen gegen den Frieden anzuerkennen. Hier erfahrt ihr mehr über die Hintergründe und Vorgeschichte eines Ökozidgesetzes.

Webinar am 30.01.2021, 16–18 Uhr

Afrikanische Perspektive (20 min)

Ökozide sind kein abstraktes Konzept, sondern Verbrechen, die weltweit jeden Tag verübt werden. Zum Beispiel im Niger-Delta. Peter Emorinken-Donatus, seit 30 Jahren im Kampf gegen den Ölkonzern Shell aktiv, wird euch mehr über die direkten ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen solcher Verbrechen erzählen.

Umsetzung (15 min)

Der Internationale Strafgerichtshof soll künftig über Ökozide urteilen. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg. Der erste Schritt ist das Einbringen eines Gesetzesvorschlags durch einen Vertragsstaat und ist gerade in Arbeit. Über die nächsten Schritte und Ausblicke auf nationale Ökozidgesetze berichtet Shirleen Chin (auf Englisch).

Diskussion (30 min)

Online-Zugang: xrshort.eu/ecocide

Dieses Seminar wird von PayDay Africa, Stop Ecocide und Extinction Rebellion organisiert. Mehr dazu unter extinctionrebellion.de.

Mehr über die Redner*innen:

PETER DONATUS. 54 Jahre alt, geboren in Nigeria, lebt seit über 30 Jahre in Deutschland, Freier Journalist, langjähriger Shell-Kritiker, Menschenrechtler und Umweltaktivist, aktuell Vorstandsvorsitzender des Vereins bzw. der Bewegung „Pay Day Africa International“.

SHIRLEEN CHIN ist eine nicht praktizierende Anwältin, die in den letzten 6 Jahren an Angelegenheiten im Zusammenhang mit internationalem Strafrecht und Umwelt gearbeitet hat. Sie vertritt auch die Stop Ecocide Foundation als deren diplomatische Kontaktperson, insbesondere bezüglich der kleinen Inselstaaten.