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Grün statt Grau – Stadt Bochum fördert naturnahe Vorgartengestaltung

Mit der Begrünungsoffensive 2021 hilft die Stadt Bochum (Stabsstelle Klimaschutz) bei der Anlage naturnaher ökologischer Vorgärten mit Fördermittel. Der Zuschuss beträgt 50 Prozent der als förderfähig anerkannten Kosten, der Höchstbetrag liegt bei 25.00 Euro je Antragsteller*in und Jahr.

Insektenfreundliche Vorgartengestaltung in Bochum. (Foto: NABU Bochum)

Durch die ökologische Umgestaltung von versiegelten Flächen – zum Beispiel die Rückverwandlung von „Schottergärten“ in blühende Biotope – oder durch Dach- und Fassadenbegrünungen sinkt die Umgebungstemperatur wegen der verbesserten Verdunstung, die Folgen von Starkregen werden abgemildert. Auch die Biodiversität und das lokale Mikroklima profitieren von solchen Maßnahmen. Fassadenbegrünungen erhöhen durch ihre kühlende Wirkung die Lebensqualität im Innenraum eines Gebäudes, da beispielsweise die Blätter starke Sonneneinstrahlung vom Mauerwerk fernhalten. Die Pflanzen bieten einen hervorragenden Lebensraum für Vögel und Insekten in der Stadt.

Diese Einsichten, Tipps und Beratungsangebote findet man im die Aktion begleitenden Flyer Grün statt Grau, der auch  im Rathaus und  in den Bürgerbüros erhältlich ist.

Das Förderprogramm läuft bis Ende 2022. Förderberechtigte Objekte sind alle privaten Wohngebäude und Grundstücke im ganzen Stadtgebiet.

Für weitere Informationen und zur Beratung steht das Architekturbüro Ulmann zur Verfügung. Kontakt: info@ulmann-architekten.de oder unter der Rufnummer 0234 / 60 14 83 52 (die Beratung und die Bewilligung sind kosten- und gebührenfrei).

In diesem Zusammenhang sei auch auf den Wettbewerb des Umwelt- und Grünflächenamtes „Naturnahe und insektenfreundliche Vorgärten in Bochum“ verwiesen. Der Start des Wettbewerbs ist für das Frühjahr 2021 geplant. Der genaue Termin sowie weitere Informationen werden noch bekanntgegeben.

Grün statt Grau ist eine begrüßenswerte Offensive. Bleibt zu hoffen, dass die Stadt Bochum selbst  bei der Planung und Durchführung öffentlicher Projekte und der Umsetzung des Handlungskonzeptes Wohnen diese Einsichten zukünftig konsequent verfolgt.